Sydney Beach
Palm Beach: Liebe auf den ersten Blick
Die palmenförmige Halbinsel ist Heimat vermögender Australier. Wer das nötige Kleingeld für eine Luxusvilla auf den Hügeln des begehrten Vororts noch nicht gespart hat, kann auf Palm Beach trotzdem eine wunderschöne Zeit erleben und sich an der unberührten Natur rund um den berühmten Leuchtturm erfreuen.
Sydney, von einer Seite wie es die meisten Touristen noch nicht kennen: Zirka eine Stunde Autofahrt vom Opera House entfernt, befindet sich eine der begehrtesten Wohngegenden Australiens. Ein kleines Haus in dieser illustren Umgebung ist normalerweise nicht unter einer Million Australische Dollar zu bekommen. Zwischen den Villen der Wohlhabenden gibt es jedoch einen Ort, der für jeden Besucher zugänglich ist.
In den Sechzigerjahren schuf der Geschäftsmann Gerald Hercules Robinson mitten in Palm Beach einen Bibel Garten, der heute nicht nur Rückzugsort für so manchen Christen ist, sondern sich auch ausgezeichnet als Austragungsort für kleinere Hochzeitsfeiern eignet. Den einmaligen Ausblick beschrieb Robinson als perfektes Beispiel für die Herrlichkeit der göttlichen Schöpfung. Dieser Geheimtipp garantiert jedem Fotografiebegeisterten Panoramaaufnahmen einer weltweit einmaligen Landschaft.
Wenn angenehme Temperaturen herrschen, sollte jeder Besucher von Palm Beach die Wanderung zum Leuchtturm auf sich nehmen. The Barranjoey Lighthouse wurde 1881 aus Sandstein erbaut und ist fast 30 Meter hoch. Vom Meer aus, können die Signale des Leuchtturms bis auf eine Entfernung von 19 Meilen gesehen werden. Noch schöner als der Ausblick, der einen oben erwartet, ist der Weg durch das Buschland hinauf zum Ziel. B
ei der Besteigung begegnen dem Besucher nicht nur seltsame, riesige Steinformationen, wie man sie in Europa nirgendwo zu sehen bekommt, sondern auch exotische Tierarten. Wer die Natur ringsherum genau beobachtet, kann zum Beispiel ein Blue-Tongue Reptil beim Sonnen erblicken.
Die Echse zu ärgern, ist keine gute Idee, da sie bei Gefahr instinktiv die blaue Zunge herausstreckt, deren Anblick im Kontrast zu ihrem pinkfarbenen Maul ziemlich bedrohlich aussieht. Die zirka halbstündige Wanderung bis zum Leuchtturm erfordert zwar Kondition, insgesamt sind es jedoch nur 600 Meter steiler Weg.
Die Aussichtsplattform beim Leuchtturm lässt die Mühen des Aufstiegs schnell vergessen. Selbstverständlich kann für einen geringen Preis auch das Innere des imposanten Gebäudes besichtigt werden. Hinter dem Leuchtturm befindet sich das Grab von George Mulhall, der von 1881–1885 über Barrenjoey wachte. Sein Sohn und zwei weitere Männer waren ebenfalls Hüter des Leuchtturms bis schließlich 1997 das National Park- und Wildlife Center die Verantwortung für die Instandhaltung übernahm.
Wer noch nicht genug vom Buschland rund um Barrenjoey hat, bekommt die Möglichkeit über den sogenannten Smuggler’s Track, zu Deutsch dem Schmugglerweg, zu einer weiteren Aussichtsplattform zu gelangen, die den „Stamm“ der Palmeninsel offenbart.
Der nur wenige Meter breite Inselstreifen wird vom Hawkesbury River begrenzt, die bei Palm Beach in den Pazifik mündet. Der Strand auf der Seite zum Fluss ist naturbelassen. Während sich auf der anderen Seite die Wellenreiter im pazifischen Ozean austoben, eignet sich die ruhigere See des Hawkesbury Rivers zum Windsurfen. Vor allem begeisterte Angler zieht es mit ihren Booten zu den reichen Fischgründen. A
uf dem Strand zur Meerseite sind besonders viele Sportler unterwegs. Surfer reiten hier ganzjährig auf ihren Boards über die Wellen, Jogger nutzen den Strand, um ihre Kondition in einer traumhaften Atmosphäre zu trainieren. Viele Strandpicknicker genießen einfach den Anblick der hohen Wellen, um dabei ihre Seele baumeln zu lassen.
Nicht selten kann man beim Blick ins offene Meer hinaus, Delphine beobachten. Im Sommer ist es oft schwierig nahe dem beliebten Badestrand einen Parkplatz zu bekommen. Deshalb empfiehlt sich die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie einer der kleineren Fähren oder mit dem Bus L90.

Leben in Sydney
Sydney Guide

